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Kristin Boese im siebten Sky: Sie heiratet ihren Prinzen Solbach

06/23/2014

Kristin Boese, frühere First Lady der deutschen Kite-Szene, ist in den Hafen der Ehe eingelaufen. Sie hat ihren Lebenspartner Sky Solbach geheiratet. Prickelnd an dieser Sportler-Ehe: Kristin Boese fährt immer noch für ihren Sponsor Best, Sky Solbach ist Produkt-Entwickler bei North. Die Ostdeutsche machte zuletzt Furore mit einem Auftritt im Playboy.

Kristin Boese stammt aus dem brandenburgischen Werder bei Potsdam und kam durch den Kitelehrer Dirk Effler mit dem Kitesport in Berührung. Sie entdeckte mit der feinen Witterung eines Marketing-Talents, dass man mit diesem Sport wachsen kann. Sie rief in den Gründerzeiten beim KITE Magazin an und wurde die erste Trainerin der KITE-City-Intensiv-Wochen. Dann wuchs sie in den Worldcup hinein, verliebte sich in den Schweizer Worldcupper Marc Ramseier und tingelte mit ihm durch die Welt. Kristin wurde Weltmeisterin und mit den Titeln wuchsen die Muskeln. Zwischendrin gab’s sogar eine goldene Periode mit dem Markenartikler Fa. Von einem auf den anderen Tag war dann Schluss mit der großen Frische, weil ein Marketing-Leiter mit dem Sport nichts anzufangen wusste.

So wie sie bei ihren Lebenspartnern konsequent wählerisch und einspurig war, so be- ständig war sie auch bei der Wahl ihrer Material-Sponsoren: Drei Logos hat sie in ihrer Karriere getragen: Zuerst war sie bei Bernd Hiss und seinem Carved-Team die erste Geige, wechselte dann im Streit zu JN. Als sich die Südtiroler eine Weltmeisterin nicht mehr leisten konnten, kamen die Euro-Amerikaner von Best und griffen sich Miss Ger- many. Und seither ist der fliegende Fisch auf den Heat-Vierecken und Rennstrecken Kristins Begleiter.
Auch in der Liebe fand Kristin nach der Trennung von Marc Ramseier wieder einen sicheren Hafen. Schon 2002 beim Worldcup in Cabarete war ihr dieser hochaufgeschos- sene, fast scheu wirkende Modellathlet Sky Solbach aufgefallen. Und als sie eine Worldcup-Kollegin im westaustralischen Geraldton besuchte, war dieser Ausnahme-Mann mit seiner charakteristischen Haarpracht, die sich ausnimmt wie eine barocke Perücke, auch wieder da. Sky testete als Mitglied der North-Testmannschaft die neuen Ideen aus dem Brainpool Eberle & Winner. „Und da sind wir uns dann halt immer näher gekommen.“ Liebe über die Logos hinweg. Und irgendwann sickerte es in der Branche durch: Kristin im siebten Sky.
Auch für Sky ist die Verbindung ganz natürlich: „Wir haben den gleichen Job und die gleichen Interessen.“ Und so beschlossen die beiden im australischen Geraldton: „Wir bleiben zusammen.“
Kristin war auch als Freestylerin Weltspitze und 2005 un 2006 PKRA-Freestyle-Weltmeisterin. Dann kam die Ära der Kind-Frauen, und die Deutsche wich auf Race aus. Sie zeichnete sich auch durch die Mitbegründung der Wellen-Tour KSP aus. In Deutschland machte Boese zuletzt noch einmal Furore mit einem freizügigen Auftritt im Playboy.

Das KITE Magazin hatte die beiden mal gebeten, den Partner zu charakterisieren:

Kristin über SKY Er ist einer der großzügigsten und warmherzigsten Menschen, die mir begegnet sind. Ich schätze mich wirklich glücklich, dass ich mit ihm zusammen bin. Er kann sein Leben genießen und sich entspannt zurücklehnen, gleichzeitig aber gedanklich voll bei der Arbeit sein. Er schafft einen wunderbaren Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung. Dabei hat er den Ehrgeiz, den besten Job für seinen Arbeitgeber North zu machen. Er ist zweifellos einer der besten Kiter der Welt – früher im Freestyle, heute in der Welle. Sky ist wirklich sehr wertvoll für seinen Auftraggeber, denn er ist nicht nur in meinen Augen sogar einer der besten Kite- Surfboard-Designer in der Welt.

Sky über Kristin Leidenschaftlich, entschlossen, offen, warm und immer lächelnd, so beschreibe ich sie mit fünf Worten. Neun Weltmeistertitel weisen sie als leidenschaftliche und entschlossene Kämpferin aus. Wenn sie sich ein Ziel gesetzt hat, dann stoppt sie niemand und nichts mehr. Ihre Leidenschaft gilt aber nicht nur ihren persönlichen Ambitionen, sondern auch anderen, höheren Zielen. So hat sie eine Trainings-Tour für Girls ins Leben gerufen, die weltweit Mädchen und Frauen an den Sport heranführt. Sie will zurückgeben, was der Sport ihr schon gegeben hat. KB4girls ist eine nichtkommerzielle Tour, sie verdient also kein Geld damit, dass sie Frauen hilft, das Kiten besser und schneller zu lernen. Kristin hat sich all das, was sie im Kitesport erreicht hat, zu 100 Prozent selbst erarbeitet.

Im Interview gibt sich Sky übrigens als echter Sportler.
Er liebt vegetarisches Essen, um möglichst lange kiten zu können. Und er liebt Hunde lieber als Katzen.

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