Schnellstart nach Sturz ohne Brettverlust

Eine elegante Art zu starten!

Brust, Bauch, Po

Ein Move wie ein Fitness-Training. Und dazu noch sehr praktisch. Wer das Board beim Sturz an den Füssen behält, spart sich den mühsamen Bodydrag zum Brett. Mit einem Klimmzug holst du das Board hinter dir nach vorne.

Ein Versprechen vorab: Wer diese Übung öfter macht, spart sich viel Geld fürs Fitness-Studio: Der Move verlangt die Muskeln in Brust, Bauch und Po. Die Vorübung für dieses praktische Manöver beginnt schon beim Sturz: Du krallst dich förmlich in den Fußschlaufen fest, um das Brett nicht zu verlieren. Sobald du abtauchst, alle Zehen hochstellen, damit du nicht aus den Fußgaragen rutschst. Bei den meisten Abgängen zieht es dich aber übers Brett nach vorne. Das bedeutet, dass du in Bauchlage im Wasser liegst und nun das Board wieder nach vorne bringen musst. Die natürliche Reaktion ist nun das Klammern an der Bar – hier hochwillkommen. So powerst du den Schirm an, der den Körper nun leicht aus dem Wasser hebt. Dann kommen die Bauch- und Po-Muskeln ins Spiel, die nun voll angespannt die Füße mit dem Board nach vorne kicken. Sobald du aus dem Wasser kommst und das Board in Fahrposition liegt, solltest du es weg vom Wind auf einen raumen Kurs (downwind) bringen. Das erleichtert den Start ungemein, weil du für kurze Zeit dem Schirm nachfahren kannst. Dann setzt du die Kante wieder, lenkst den Schirm ein – und der Sturz ist vergessen. Mit diesem Move hast du dir fünf Minuten mühsames Aufkreuzen mit dem Körper zum einsam schwimmenden Brett und einen halben Liter Wasser-Schlucken gespart. Endlich eine Fitness-Übung, die einen praktischen Nährwert hat.

1 Der schwimmende Kiter liegt auf dem Bauch, hat aber beim Sturz das Board an den Füßen behalten. Der Schirm steht links am Windfenster geparkt.
2 Eddy lenkt nun den Schirm schnell von links Richtung Zenit, um den Zug des Kites nach oben für den „Felgaufschwung” auszunutzen.
3 Er zieht dabei die Bar zum Körper, um den Schirm voll anzupowern und noch mehr Zug nach oben zu bekommen. Gleichzeigt spannt er Bauch- und Pomuskeln an und zieht die Beine an. Mit den Beinen wandert nun auch das Brett unter den Körper. In dieser Phase ist es natürlich hilfreich, wenn man ein kleines Brett hat - große Türen sind sehr sperrig.
4 Das Board kommt an die frische Luft, der Schirm steht immer noch voll angepowert auf 12 Uhr.
5 Eddy bringt das Brett voll aus dem Wasser, indem er die Beine anwinkelt. Gleichzeitig stellt er das Board auf einen raumen Kurs, um nicht übers Board gezogen zu werden, wenn der Schirm richtig Zug entwickelt.
6 Jetzt gibt er Gas, indem er den Schirm im linken Windfenster ähnlich wie beim Wasserstart nach unten steuert. Nach wenigen Metern auf raumem Kurs belastet er die Kante und zieht wieder nach Luv auf Am-Wind-Kurs.

Rider: Eddy Rummel, Kitecity Sportreisen




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