Bartest: Sieger und Versiegte
Der KITE Quickrelease-Test im neuen KITE Mag, das jetzt am Kiosk liegt, hat schon vor Erscheinen Furore gemacht. Cabrinha ließ zur Testbeobachtung den Produktmanager Dave Hastilow extra aus Hongkong einfliegen. In dem breit angelegten Test, der weltexklusiv nur vom KITE Magazin veröffentlicht wird, haben einige Sicherheitsauslöser nicht immer zufriedenstellend funktioniert

Kraftmessdosen beim KITE-Quickrelease-Test: Mit der Apparatur links wird die Auslösekraft gemessen, mit dem Instrument rechts die Kraft, die man benötigt, um den Chickenloop auszulösen.

Cabrinha-Test- und Produktmanager David Hastilow begutachtet die Auslösung des neuen Quickreleases.

So baut Cabrinha-Manager Dave das neue Quickrelease von Cabrinha zusammen: Mit der einen Hand wird die Centerleine eingeklemmt, so dass Zeigefinger und Daumen die rote Verschlusskappe nach oben ziehen können.

Wenn der Bügel in der richtigen Position ist, lässt Dave die rote Haube los, die dann das Quickrelease verriegelt.

Dann drückt der Daumen den Bügel nach oben. Wichtig dabei: Der Aufnehmer für die fünfte Leine muss auf der rechten Seite liegen.
Das neue Quickrelease von Cabrinha ist ein dramatischer Fortschritt gegenüber dem alten Powerschloss. Die Auslösewerte liegen jetzt mit an der Spitze. Was Cabrinha allerdings beunruhigt hat, war die Performance bei Sand. Unter hoher Zugbelastung von 100 Kilo und mit versandetem Innenleben hat das Release hohe Reibung aufgewiesen. Cabrinha will dieses kleine Manko noch beseitigen – wieder ein Beleg dafür, dass KITE-Tests die Produkte der Industrie verbessern helfen.
Die französische Testnorm, die auch für das KITE Magazin maßgebend war, sieht Zugbelastungen bis zu 2 G vor. Und bei einem 100-kg-Mann sind 200 Kilo genau zwei G. Deshalb haben wir auch in drei Zug-Stufen von 50 Kilo, 100 und 200 Kilo die Quickrelease ausgelöst und dabei die Kraft gemessen, die notwendig ist, um den Chickenloop freizugeben.
Spannend war auch die Frage, ob die neue Core-Sensor-Bar das hält, was die Werbung verspricht. Nachdem in einem Filmchen eines Kiteschullehrers gerügt worden war, dass das QR bei Sand nicht auslöse, haben viel Sand in das Dreh-System gestopft. Ergebnis: Es löst aus, der „Hausfrauen”-Test des Strand-Ingenieurs war Blödsinn.
Wichtig sind beim Schnellauslöser aber nicht nur die Auslösewerte, sondern auch die Zeit, die man zum Zusammenbau braucht. Bei einigen Systemen ist nach einer Auslösung im Wasser der Wiederzusammenbau kaum möglich – eine neue Gefahrenquelle.






























