Blind fahren für ganz Helle
Blind fahren ist die nächste Herausforderung nach dem Switchfahren: Statt Heck nach vorne drehen Bug nach hinten - und schon fährt man als Geisterfahrer durchs Revier. Der Sportdidaktiker Thomas Beckmann und der Jungprofi Rick Jensen zeigen, wie man mit dem Rücken zur Fahrtrichtung stylisch punktet. Im neuen KITE Mag steht, wie's geht.
Der Besitzer des Kiteboardingclubs El Gouna, Thomas Beckmann, im KITE-Interview im Heft 5, das jetzt am Kiosk liegt:
KITE: Wer will schon als Blinder durch die Gegend fahren?
BECKMANN: Der gute „Blind-Fahrer“ kann auch während der Fahrt nach vorneschauen. So gesehen ist er auch nicht wirklich im Blindflug unterwegs. In der Lern- und Trainingsphase sollte man im Vorfeld den Fahr- und möglicherweise Sturzbereich inspiziert haben, um Kollisionen zu vermeiden.
KITE: Woher kommt denn der Kultstatus des Blindfahrens? Vom Schwierigkeitsgrad?
BECKMANN: Im Sinne verschiedener Fahr-Fertigkeiten sind drei Fahrpositionen möglich. Die normale Fahrt auf der Backside Kante (Heel side), Switch oder auch Toeside genannt und eben die Blindfahrt. Wenn man die drei miteinander vergleicht, dann ist Blindfahren tatsächlich die schwierigste Art, sich auf dem Wasser fortzubewegen – aber eben auch die faszinierendste.
KITE: Ist Blindfahren nur eine Spielart des inzwischen von vielen Kitern beherrschten Switchfahrens?
BECKMANN: Nein. Zwar ist Blindfahrens nichts anderes als Switch rückwärts, aber eben auch eine ganz eigenständige Fahrtechnik. Die aus dem Wakeboardfahren stammende Technik hat denn auch einen sehr hohen Stellenwert bei allen Wakestyle-Tricks im Kitesurfen.
































