Sind die Kites wirklich so groß, wie drauf steht?
Expertenstreit oder Größen-Wahn? KITE hat nach einer neuen Messmethode Testschirme vermessen. Verblüffendes Ergebnis: Nach dieser Messart fehlen bis elf Prozent Tuch. Ein Kite- Designer weist die Messmethode als unwissenschaftlich zurück. KITE ist trotzdem alarmiert.
Heute gibt es Anlass zu der Vermutung, die Kite-Hersteller würden weniger Tuch liefern, als drauf steht. Der Aerodynamiker und Luftfahrt-Diplom-Ingenieur Andi Hanrieder: „Ich hatte vor einiger Zeit einen Zwölfer-Tubekite vermessen. Von den versprochenen zwölf Quadratmetern fehlten eineinhalb.“
Damit keine Verschwörungstheorien aufkommen: Hanrieder ist angestellter Kiteentwickler bei Flysurfer. Aber der Profil-Profi gilt als unabhängiger Kopf und hasst jede Art von unseriösem Marketing. Was ist wahre Größe? Hanrieder hat eine Messmethode entwickelt, wie man die Größe eines Kites seriös mit dem Maßband vermessen kann. Dazu unterteilt er den Schirm in Segmente und rechnet mit einer Formel die Größe aus. KITE hat mit der Hanrieder-Methode die drei aktuellen Testschirme vermessen und ist zu verblüffenden Ergebnissen gekommen. Im neuen KITE Magazin wird über diese Ergebnisse ausführlich berichtet.
Aus dem Hause North kommen bereits fachliche Einwände. North-Chef Till Eberle: „Man muss bei der Vermessung auch die Profiltiefe berücksichtigen. Wenn man die einrechnet, hat man genau den Quadratmeter, den KITE vermisst. “
Die Diskussion wird weiter gehen. Wir werden davon berichten.































