Kiten lernen wird digitaler. Während für blutige Anfänger kein Weg an einer guten Kiteschule vorbeiführt, versuchen gerade fortgeschrittene Kiter teils autodidaktisch und mithilfe zahlreicher, mal gut und mal weniger gut gemachter Youtube-Tutorials neue Tricks zu lernen. Das weiß auch Duotone. Deshalb haben sich die Damen und Herren der Marketingabteilung des Marktführers auf den Hosenboden gesetzt und mit der „Duotone Academy App“ ihr eigenes E-Learning-Konzept entwickelt. Wobei sich die App nicht bloß auf Tutorial-Videos beschränkt. Vielmehr ist sie vollgestopft mit Social- und sonstigen Zusatz-Features, die dem User ein 360-Grad-Lernerlebnis verpassen sollen. Kurzum: Das Ding ist ein Brett! Wir haben die App seit ein paar Tagen auf unseren Smartphones und wollen die wichtigsten Features kurz vorstellen.

Es ist nicht so, dass wir etwas gegen Youtube-Videos hätten, im Gegenteil: Mit Hilfe der weltgrößten Video-Plattform kann man sich erstaunlich viele Skills im Selbststudium aneignen. Leider sehen wir aber gerade im Kite-Bereich immer mehr Clips von selbsternannten Experten zu allerlei Themen, deren Inhalt wir vorsichtig mit „sollte man zumindest hinterfragen“ klassifizieren würden. Experten-Infos bekommt man tatsächlich besser von: eben – echten Experten. Und davon hat Duotone in seinem Team reichlich, insbesondere, wenn es um Kite-Tricks geht.

An der Entstehung des komplett kostenlosen Tools – klar, es ist streng genommen ein Marketing-Instrument, aber ehrlich gesagt ein richtig geiles – hat die Créme de la Créme der Duotone-Teamfahrer mitgewirkt. In über 150 Videos erklären und demonstrieren Stars wie Airton Cozzolino oder Grandmaster Aaron Hadlow die Tricks in Perfektion. Angefangen bei Bodydrag und Basis-Schulung bis hin zu wirklich komplexen Strapless- und Freestyle-Tricks, von denen die meisten auch nach zehn Jahren Kite-Training nichtmal träumen dürfen, ist alles dabei.

Großes Lob verdient haben sich die Macher mit der Art und Weise, wie die Videos aufgebaut sind und durch Fotos der Schlüsselmomente und zusätzlichen Erklärungen in Textform ergänzt werden. Beispielsweise wird beim Darkslide-Tutorial die richtige Kite-Steuerung und Flugkurve, die für den Trick elementar ist, mit Einzelbildern innerhalb des Videos optimal visualisiert. Jeder Trick wird in seine einzelnen Bausteine zerlegt und auf alle Schlüsselmomente eingegangen. Die Tutorials sind in insgesamt fünf Kategorien aufgeteilt: „Beginner“ behandelt alle Basics und funktioniert als gute Ergänzung oder Auffrischung parallel oder nach dem ersten Kite-Kurs. In „Hooked“ werden alle Sprünge von den ersten Basis-Sprüngen über Grabs und Rotationen bis hin zu Board-Offs und sogar Boogie-Loops thematisiert. „Unhooked“ liefert das Rüstzeug vom ersten gestandenen Raley bis hin zu Manövern, mit denen man sogar bei den Masters auf dem Podium landen könnte.

Directional-Kiter werden in der Rubrik „Strapless“ angesprochen. Schonmal drüber nachgedacht, strapless einen Handle-Pass, genauer einen Flat 3, lernen zu wollen? Das beherrschen im deutschsprachigen Raum bisher vielleicht eine handvoll Kiter, aber eventuell werden es mit der App bald mehr. Vom Wasserstart ohne Schlaufen bis hin zu dem wilden Gezwirbel, das Airton und Matchu auf der GKA Kite-Surf Tour zeigen, fehlt auch in dieser Kategorie nichts. „Demnächst werden wir außerdem noch „Wave“ als eigene Kategorie ergänzen. Darin gehen wir noch gezielter auf das Kiten in der Welle ein“, verrät Patrick. Und schließlich gehen die Macher mit der Kategorie „Foil“ auf einen der jüngsten Trends des Sports umfassend ein.

Beispiel Tutorial-Video (Achtung: High-Res Video, ca. 500 MB)

Die Idee hinter der Duotone App ist nicht ganz neu, eine Vorgänger-Version mit rund 40 Videos war bereits im Umlauf. Christopher Zarfl, der Filmmacher hinter der DTK Academy App, erklärt: „Mit meiner immer größer werdenden Leidenschaft fürs Kitesurfen war es ein logischer Schritt, über die Academy nachzudenken. Ich habe Thomas Kaiser (Head of Marketing bei Duotone; Anm. d. Red.) darauf bereits 2013 angesprochen und nach zwei Jahren Vorbereitungszeit konnten wir mit dem Projekt starten. Die ersten 40 Videos waren bereits ein großer Erfolg.“ Aus diesem Grund wollte das Marketing-Team von Duotone noch einen Schritt weitergehen und hat für 2019 das Projekt extrem ausgeweitet. Patrick Dudeck, International Marketing Manager und Projekt-verantwortlich für die App, ergänzt: „Wir haben die bereits existierende App benutzt und sie in DIE Duotone Kiteboarding Academy als komplett neu entwickelte App verwandelt.“

Filmmacher und Ideengeber hinter der App: Christoph Zarfl

Schnell erkannte das Team, dass die Schwierigkeit nicht nur in der Vielfalt der Disziplinen und benötigten Fähigkeiten lag, sondern auch in der Vielfalt der weltweit verschiedenen Unterrichtstechniken. Und nicht zuletzt in den unterschiedlichen Meinungen über die richtigen Lehr-Techniken innerhalb des Teams. „Wir hatten hitzige und teils endlose Diskussionen. Aber am Ende denke ich, macht genau das das ganze Projekt auch aus: Die App wurde von einem großen Team aus echten Experten entwickelt, von denen viele die besten ihrer jeweiligen Disziplin sind. Mit Airton Cozzolino, Matchu Lopes und Aaron Hadlow haben allein drei Weltmeister mitgewirkt. Dazu kamen Kite-Lehrer aus den größten Duotone-Kiteschulen und nicht zuletzt Jeremie Tronet, der als ehemaliger Profi und erfahrener Lehrer sein Know-How beim Filmen und der Fotografie eingebracht hat“, erzählt Christoph.

Duotone Marketing-Manager Patrick Dudek präsentiert die App

Neben den Teamfahrern, den Filmern und Fotografen sowie dem Marketing-Team hatte Philipp Rembold eine der Schlüsselrollen bei dem Projekt inne. Philipp ist iOS-Entwickler und selbst leidenschaftlicher Kiter. Er durfte sein Können bereits bei Software-Projekten für Marken wie Mercedes-Benz oder Opel unter Beweis stellen. „Mein persönliches Ziel war, die hohen Anforderungen und Erwartungen in Bezug auf Aussehen und Funktionalität, die ein solches Projekt mitbringt, erfüllen zu können“, merkt Philipp an.

Auch für erfahrene Kite-Profis wie Freestyle-Guru Aaron Hadlow war die Arbeit an den Tutorials eine Herausforderung: „Das Filmen für das Projekt war nicht einfach. Die schiere Anzahl der Tricks ist schon sehr hoch, dazu mussten wir die Tricks sehr oft wiederholen und sie aus verschiedenen Winkeln einfangen. Es gibt eine Drohnen-Perspektive, Shots aus dem Wasser, sowie Nahaufnahmen und Detail-Bilder. Wir wollten bestmöglich die Kite-Positionen und die Bewegungen des Körpers aus verschiedenen Perspektiven abbilden.“

„The filming for the project was quite tough, there are many tricks and you have to film them many times for different angles, having a shot from the drone, from the water and close up details shows all the points of view. We wanted to show the kite position and the body movement from different angles to show all the details.” Nach dem Shooting begann dann die eigentliche Arbeit in der Post-Produktion: Christopher und sein Team musste circa 200 Texte schreiben, 200 Voiceovers einsprechen lassen, 200 Videos schneiden und ganze 800 Animationen anfertigen lassen.

 

iOS Entwickler und Kiter Philipp Rembold bei der Arbeit

Da Lernen immer sozialer wird, integriert die App auch umfangreiche Social-Funktionen. Die App dokumentiert den Lernfortschritt eines Kiters in seinem persönlichen Profil. Wer will, kann sich seinen Skill-Level über ein Punktesystem errechnen lassen. Außerdem schlägt die App automatisch neue Tricks vor, die man abhängig vom eigenen Können als nächstes in Angriff nehmen könnte. Kiter können Videos und Fotos der eigenen Tricks hochladen und sie von der Community bewerten oder sich Verbesserungsvorschläge geben lassen. Aus dem Duotone-Team sind viele Profis selbst aktiv und coachen die User mit wertvollen Tipps zu ihren Tricks. „Der Lesson Chat ist einer meiner Lieblings-Features. Die Möglichkeit, seinen Trainingsstand in Form von Videos hochzuladen und sich von der Community und den Pros helfen lassen zu können, bietet echten Mehrwert für die Community“, erklärt Philipp stolz.

 

Profis wie Aaron Hadlow geben Usern individuelle Tipps

Das wichtigste in Kürze:

  • Kostenlos
  • Offline Modus Verfügbar
  • Über 150 Videos
  • Alle Videos in 4K
  • VDWS Schulungsstandard
  • 6 Kategorien: Beginner, Hooked, Unhooked, Foil, Strapless, Wave
  • User können eigene Videos hochladen, um Hilfe von der Community und von Profis zu bekommen
  • Kommentarfunktion: Damit kann man auch anderen beim Lernen helfen
  • Virtueller Trainer, der die nächsten Trainingsschritte bezogen auf den individuellen Könnenstand empfiehlt.

Und hier bekommt Ihr die App zum DOWNLOAD