Mehr als „nur“ ein Anfängerboard

Beim Wasserstart ist das Free.K fehlerverzeihend und hängt neutral am Fuß. Auf den ersten Metern lässt die Kante ein leichtes Querrutschen zu, wodurch auch nicht perfekt ausgeführte Startmanöver zum Erfolg führen können. Das große Free.K reiht sich im Lowend im oberen Mittelfeld ein. Es springt früh an und gleitet gut durch Windlöcher oder Steuerfehler hindurch. Die großzügige Konkave und die Channels sorgen dafür, dass der Grip des Boards mit der Fahrgeschwindigkeit zunimmt.

Bei der Wahl des richtigen Anstellwinkels und bei der Belastung zeigt sich das Free.K gleichmütig. Um den Winkel am Wind aufs letzte Grad auszureizen, muss man natürlich genau balancieren, doch um einfach nur ein bisschen Höhe herauszufahren, muss der Pilot keine Wunder vollbringen.

Das Free.K reagiert direkt auf alle Steuerimpulse, ohne dass zwischen Impuls und Reaktion zu viel Zeit verstreicht. Dabei müssen die Befehle durch die Füße klar artikuliert werden. Winzige Nuancen in der Belastung bewirken gar nichts. Ein beherztes Zutreten hingegen schon – dann fährt das Anton alle Radien. Bei Überpower die Kante zu halten ist gar kein Problem – doch der Pilot sollte dabei die Geschwindigkeit im Auge haben. Die gleitstarke norddeutsche Edelplanke zeigt nämlich sonst, dass sie bei vollem Kantengriff zu einer beachtlichen Beschleunigung fähig ist.

Beim Springen zeigt das Anton ähnliche Merkmale wie beim Höhelaufen: Es ist nicht wählerisch und lässt sich unkompliziert und ohne weitere Tricks vom Wasser in die Luft dirigieren. Wer den letzten Höhenmeter ausschöpfen will, sollte die gewaltige Kantenführung bei hoher Geschwindigkeit ausnutzen, seine Absprünge schnell anfahren und dabei hart ankanten. Der Einsteiger darf aber machen, was er will. Selbst wenn das Board vor dem Absprung zu plan steht, kommt es passabel aus dem Wasser. Die Landungen fühlen sich weich an.

Das Free.K hat eine Tendenz dazu, bei höherer Geschwindigkeit mehr zu führen als bei niedriger. Switcht man das Board bei höherer Geschwindigkeit, muss man den Impuls beherzt setzen. Dann schappt es herum und läuft auf der neuen Kante ohne nennenswerten Speedverlust. Wer mit voller Geschwindigkeit und viel Druck auf dem Hinterfuß in die Halse brettert, wird eine ordentliche Spraywand aus dem Wasser stemmen.

Fazit:

Das Free.K 140 ist mehr als ein reines Einsteigerboard. Es ist einfach zu fahren und bietet die An- und Durchgleiteigenschaften, die ein Einsteiger benötigt, um von den ersten gefahrenen Metern bis hin zu einfachen Freestylemanövern zu gelangen. Gleichzeitig präsentiert es sich als vollwertiges, ausgewachsenes Kiteboard ohne Abstriche auch für erfahrene Kiter.

TECHNISCHE DATEN:

Länge: 140,6 cm        

Breite: 42,3 cm

Breite Tips: 29 cm        

Rocker: 4,4 cm

Finnen: G 10        

Gewicht: 4094 g

Stanceoptionen: 3

Duckstance einstellbar: ja

Preis:

699 Euro inkl. Schlaufen u. Pads

Gut / Weniger Gut

  • Sehr hochwertiges Board
  • Sehr gutes Sprungverhalten
  • Auch für fortgeschrittene Kiter gut geeignet

Fahreigenschaften

Drehverhalten
Eignung