Mit dem Ace Hybrid will Cabrinha beweisen, dass es nicht unbedingt immer einen Vollcarbon-Mantel braucht, um ein leistungsstarkes Board zu bauen.Mit dem Ace Hybrid will Cabrinha beweisen, dass es nicht unbedingt immer einen Vollcarbon-Mantel braucht, um ein leistungsstarkes Board zu bauen.

Das Ace Hybrid von Cabrinha im Test

Weitere Carbon-Twintipps im Test

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Im Ace Hybrid arbeiten selbstverständlich auch Carbon-Fasern, nur sind die in Form von zwei Stringern aus japanischem Toray UD Carbon oben und unten über die gesamte Länge verlegt, um das Flexverhalten sportlicher zu gestalten. Der Rest des Verbundmaterials ist aus Glasfaser. Der Kern ist besonders: Hier ist nämlich kein reiner Holzkern verbaut wie bei fast allen Boards dieser Klasse, sondern es wird in Sandwich-Bauweise ein geschlossenzelliger Schaumkern mit Holz kombiniert. Der Schaumkern ist sicherlich mitverantwortlich dafür, dass das Ace Hybrid mit deutlich unter vier Kilogramm eins der leichteren Boards im Test ist.

Fahrverhalten:

Das Ace liefert ein homogenes Verhalten über den gesamten Windbereich und deckt damit ein gutes Spektrum an Bedingungen ab. Es gehört zwar nicht zur Riege der absoluten Frühgleiter und im überpowerten Grenzbereich fühlt es sich nicht so wohl wie die Spezialisten, aber es geht dennoch früh genug los und verträgt auch eine gute Prise Druck im Kite. Die Grundab­stim­mung ist loose gehalten, sodass es in unserem eher spurtreuen Testfeld mit dem Airush Apex zusammen in der neutralen Fahrlage am wenigsten Führung bereitstellt. Dabei lässt sich die Kante spielerisch dosiert einsetzen, der Übergang von Griffigkeit bei aufgestelltem Board zum Quersliden bei flacheren Winkeln ist hierbei gut zu spüren und leicht einzusetzen. Stellt man das Board aggressiv auf die Kante und stemmt sich gegen den Kite-Zug, wird der Kraftaufwand mit ausreichend Grip belohnt, um auch große Kites im Überpower-Bereich an den Windfensterrand zu prügeln. Das Ace ist kein Board, das ausschließlich über den vorderen oder hinteren Fuß gefahren werden will. Es fühlt sich mit mittiger Gewichtsverteilung am wohlsten und macht keinen großen Unterschied zwischen 40/60 und 60/40. Die Fahrt über Kabbelwasser gestaltet sich absolut unkompliziert. Die kleinen Schläge werden geschluckt und um die dicken Brocken kann man das Board herumführen.

Wer mit dem Ace in den Big-Air-Bereich vordringen möchte, sollte etwas Kraft im Bein und eine saubere Technik mitbringen, denn überpowert verlangt die Einfahrt in den Absprung, dass das Board sauber geführt wird, um die Kante zu halten. Ist man so bis zum Absprungpunkt gelangt, ist kaum ein Brett leichter in die Luft zu schicken. Das Ace gibt sich hier anspruchslos, klebt nicht und erfordert keinerlei besondere Technik. Wer im richtigen Moment hart abspringt, kommt hoch hinaus. Bei der Landung hat das Ace es am liebsten, wenn sich der Pilot mit dem Gewicht zentriert über der Boardmitte befindet. Über- oder unterrotier­te Sprünge lassen sich so noch nach dem Auf­setzen mühelos zurechtbiegen. Die idealen Positionen, sowohl vom Piloten auf dem Board als auch vom Board auf dem Wasser, lassen sich jederzeit gut erspüren und intuitiv einnehmen. Da das Ace von sich aus weniger Führung über die Kante oder das Tail bietet, ist das eine wichtige Eigenschaft, denn es fährt auch, wenn man es nicht richtig belastet – nur eben nicht so gut. Die Geschwin­dig­keit ist im Mittelfeld unseres Testfelds anzusiedeln. Es sticht weder als langsames noch als sonderlich schnelles Board heraus.

Preis/Leistung:

Mit nur zwei Kohlefaser-­Stringern hat das Ace im Vergleich den ge­ringsten Carbon-Anteil, inklusive der hoch­wer­ti­­gen H2O-Schlaufen ist der Preis jedoch drei­stellig. Es ist leichter als manche Vollcarbon-Boards und bietet gute Verarbeitung.

Fazit:

Bei Fahrverhalten und Gewicht ist Ca­brinhas Ace Hybrid auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, hängt lebhaft am Fuß und hält viel Leistung für Freestyle-Manöver bereit. Der Komfort kommt nicht zu kurz. Es ist breit aufgestellt und für nahezu jede Stilrichtung ein brauchbarer Sparringspartner.

Länge: 137,7 cm
Breite: 41,5 cm
Breite Tips: 28 cm
Gewicht: 3.909 g
Finnen: Kunststoff, 40 mm
Stance-Optionen: 3
Stance-Winkel: stufenlos

Das Ace Hybrid von Cabrinha im Test

Preis:

999 EUR inkl. Schlaufen/Pads

Gut / Weniger Gut

  • gute Allround-Eigenschaften
  • leichter Absprung

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