Saftige Progression: Duotone Juice 2019 (15 qm)

15 Prozent weniger Gewicht, mehr Leistung, mehr Leichtwind-Spaß – mit dem neuen Juice ist Duotone ein Volltreffer für die Fast-Flautentage und mehr geglückt.

Duotone Juice 2019 (15 Quadratmeter)

Der erste Juice mit dem Duotone-Logo hat eine weitere Gewichtsreduzierung erfahren. Das spürt man bereits beim Ausrollen des Kites, denn das Material der Fronttube fühlt sich leichter und dünner an. Nicht nur am Gewicht des Dacron an Fronttube und Trailing Edge wurde gespart, sondern auch beim Bladder kommt neuartiges Material zum Einsatz, das dünner und leichter ist. Insgesamt sollen dadurch ganze 15 Prozent Gewicht gegenüber dem 2018er-Modell reduziert worden sein. Für die Backleinen finden sich am Tip drei Schlaufen, um die Bar-Kräfte zu regulieren. Diese sind treffend mit „Soft Setting“, „Medium Setting“ und „Hard Setting“ markiert – weitere Einstellmöglichkeiten bietet der Juice nicht. In der Mitte des Kites findet sich wie gewohnt die Nose-Line zum Verbinden einer optionalen fünften Leine in einer kleinen Neopren­tasche versteckt.

Flug- und Drehverhalten:

Obwohl sich der Kite beim Aufbau und Hand­ling etwas weicher angefühlt hat, da leichtere und dünnere Materialien zum Einsatz gekommen sind, gibt er sich in der Luft deutlich härter als der Vorgänger. Die Kappe manövriert verwindungssteif durchs Windfenster. Dabei zeigt er keinerlei Stalls. Das gesamte Profil steht flatterfrei am Windfensterrand und der Juice dreht sauber übers Tip, ohne zu tellern. Beim Geradeausflug wie beim Drehen entfaltet er seinen Druck sehr gleichmäßig. Auf das linear arbeitende Depower-System spricht er ähnlich direkt und knackig an. Dieses Flugbild hat klar ­Vorbildcharakter!

Bargefühl:

Das Gefühl an der Bar ist insgesamt straffer geworden. Der Juice dreht gleichmäßiger und gibt dabei präzise Rückmeldung. Seine großzügige Depower arbeitet linear. Er lässt sich jederzeit sehr gut spüren und setzt die Lenkimpulse exakt so um, wie man sich das aufgrund des Bar-Feedbacks vorstellt. Mit dem präziseren Feedback sind auch die Lenk- und Haltekräfte angestiegen, die jetzt im oberen Mittelfeld liegen. Durch Umhängen der Back-Lines auf das Soft Setting nehmen die Lenkkräfte spürbar ab, es geht dabei aber auch ein kleiner Teil der Rückmeldung verloren.

Low End:

Der Juice kommt im untersten Windbe­reich früh los, denn er liefert nicht nur guten Vor­trieb, sondern lässt sich präzise dirigieren und somit im Windfenster exakt positionieren. Wer das präzise Handling auszunutzen weiß, kommt direkt nach der Turbine aufs Wasser.

Sinus/Sheet & Go:

Dabei ist es dem Juice im Grunde egal, ob man Sinuskurven fliegt oder ob man den De­power-Weg ausnutzt, um vorwärtszu­kom­men. Der Kite beherrscht beide Techniken gut und bedient Anhänger beider Lager gleicher­maßen.

Höhelaufen:

Beim Höhelaufen fährt dem Juice keiner davon. Die gleichmäßigen Flug- und Zug­eigen­schaften erlauben es, die Kante sauber auf den maximal möglichen Amwindkurs auszurichten und diesen Kurs auch bei­zu­behalten. Er bildet zusammen mit dem GTS5 die Spitzengruppe.

Kontrolle bei Überpower:

Bei auffrischendem Wind lässt sich der Juice auch von Aufsteigern problemlos beherrschen. Die effizient arbeitende Depower lässt es zu, die verbleibende Kraft zu dosieren, und die steife Kappe wandert willig zum Windfensterrand vor. Da sich der Kite so direkt anfühlt, spürt man immer, wo er gerade steht und was er macht, weshalb auch Böenspitzen nicht als Überraschung durch die Leinen weitergereicht werden, sondern den entscheidenden Moment vorher bereits gespürt werden können. Mit so direktem Handling lässt sich mit der Boardkante noch einiges herausholen, wenn die Depower für gemütliches Cruisen nicht mehr ausreicht. Zusammen mit dem Core bildet der Duotone hier das Spitzenduo.

Springen:

Was die Einfachheit des Absprungs angeht, steht der Juice direkt hinter dem GTS5 und deutlich vor dem restlichen Testfeld. Der Kite erlaubt es, ihn zum Absprung schlagartig voll anzupowern, wie man das von den kleineren Kites gewohnt ist. Er lässt sich zügig über den Zenit in die Absprungposition lenken, wo er nicht auf die Millisekunde achtet, sondern ein vergleichsweise breites Absprungfenster anbietet, in dem man durch das Lösen der Boardkante und Herunterziehen der Bar den Takeoff ein­leitet. Hangtime und Sprunghöhe sind hierbei oftmals besser, als man es sich vor dem Absprung erhofft hätte. Die Höhen, die der Juice erreicht, sind für einen 15er-LW-Kite wirklich beachtlich.

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Fazit:

Es ist eine angenehme Überraschung, wie Duotone seinen LW-Kite tatsächlich weiter verbessern konnte. Das Modell Juice läuft jetzt bereits seit 2014 und der vorliegende Juice ist bereits die sechste Auflage. Da könnte man schon befürchten, dass dem Ent­wicklerteam langsam die Ideen aus­gehen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Ge­­wichtsreduzierung hat dem Duotone gutgetan und das steifere, direktere Handling spürt man nicht nur beim Springen und bei Über­power positiv. Der Juice hat weiter Boden gutgemacht und präsentiert sich als vielseitiger 15er für Kite-Spaß knapp über der Flautengrenze.

Grössen / Preise

11,0 qm:  1.599 EUR

13,0 qm: 1.759 EUR

15,0 qm: 1.909 EUR

17,0 qm: 2.049 EUR

Bar / Preise

Trust Bar Quad Control: 498,90 EUR

Click Bar Quad:   659,90 EUR

Gut / Weniger Gut

  • präzise Steuerung
  • Drehverhalten
  • Sprung-Performance (auch unhooked)

Flugeigenschaften

Halte- u. Lenkkräfte
Lenk- u. Drehverhalten
Einsatzgebiet

Der Juice im Leichtwind-Vergleichstest:

Weitere Kites im Big-Air Test: Cabrinha Contra, Core GTS5 LW, Gaastra One, Liquid Force Solo v4, RRD Passion, Slingshot Turbine 2019.

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Hersteller-Video zum Produkt:

 

Duotone Juice 2019

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